Eine Schule der besonderen Art

Fachoberschule für Landwirtschaft Auer
Schlossweg 10, I-39040 Auer, Tel. 0471 81 05 38
E-Mail: os-ofl.auer@schule.suedtirol.it
PEC: ofl.auer@pec.prov.bz.it

Europa is(s)t in Auer

Fachoberschule für Landwirtschaft empfängt Erasmus-Partnerschulen

Rund 70 Schüler*innen aus Österreich, Deutschland, Kroatien, Tschechien und Südtirol waren vom 2. bis 8. Oktober 2022 für eine Woche in Meran zu Gast. Im Rahmen des Erasmus-Projekts „So is(s)t Europa“ brachte die Fachoberschule für Landwirtschaft den Teilnehmern die traditionelle Südtiroler Kulinarik näher. Im Zuge des Projekts lädt jedes Semester eine andere Schule die Teilnehmer*innen für eine Woche zu sich ein und präsentiert dabei regionale Besonderheiten der Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung.
Untergebracht war die große Gruppe in der Jugendherberge in Meran, von wo aus jeden Tag Betriebe der Umgebung besucht wurden. Der erste Tag stand im Zeichen der aktiven Bewegung. So radelte die Gruppe von Mals bis nach Meran und besichtigte unterwegs den Kandlwaalhof in Latsch sowie die Obstgenossenschaft Juval in Kastelbell. Als Mittagessen genossen die Schüler*innen original Vinschgerlen mit Südtiroler Speck und Käse. Abends tischte dann eine Gruppe Bäuerinnen in der Meraner Kellerei verschiedene Knödelvariationen auf.

Dem anstrengenden Tag folgte schließlich ein etwas gemütlicheres Programm im Passeiertal. Dort besichtigte die Erasmus-Gruppe die Fischzucht Schiefer und verkostete deren Produktvielfalt. Nach dem Mittagessen im Sandwirt in St. Leonhard, folgte eine geführte Tour durch die wunderschönen Gärten von Schloss Trautmannsdorf. Ein Highlight der Woche bildete schließlich das Abendessen in der Landeshotelfachschule Kaiserhof, wo von den dortigen Schülern ein mehrgängiges Menü serviert wurde.

Ganz im Zeichen des Klimawandels stand der Mittwoch. Zusammen mit Experten der EURAC machte sich die Gruppe ein Bild vom Zustand des Schnalser Gletschers. Mit der Bergbahn ging es in kurzer Zeit bis auf über 3.200 m Meereshöhe – eine einmalige Grenzerfahrung für einige Teilnehmer*innen. Im Zuge verschiedener Vorträge und Untersuchungen am Gletscher brachten die Klimaforscher der EURAC den Schülern die Auswirkungen der Klimaerwärmung näher. Die Bedeutung des Eises für die Südtiroler Landwirtschaft, erkundeten die Teilnehmer*innen schließlich anhand der Besichtigung verschiedener Bewässerungsmethoden, wozu auch ein Spaziergang entlang eines Waalweges nicht fehlen durfte. Den Abschluss des Tages bildete ein Pflichtprogrammpunkt: das gemeinsame Pizzaessen.

Besonders gesellig und zusammenschweißend für die Gruppe war der darauffolgende Tag an der Fachoberschule für Landwirtschaft in Auer. Nach einer Vorstellung der Schule und des Übungshofes in der Aula Magna, führten unsere Schüler*innen die Gäste durch unsere Gebäude und Übungsflächen. Am Nachmittag stand dann das gemeinsame Kochen in Kleingruppen auf dem Programm. So stellten die Jugendlichen rund 10 verschiedene traditionelle Gerichte her, die von Hauswurst, über Brot bis zu süßen Krapfen reichten. Nach einer gemeinsame Weinverkostung wurden die Speisen dann im Rahmen des Abendessens im Innenhof des Happacherhofes verköstigt.

Bevor die Schüler am Samstag wieder die Heimreise in die verschiedenen Winkel Europas antraten, wurde am Freitag nochmals zusammen gefeiert. Nach der Besichtigung der Feinkäserei Capriz und etwas Freizeit in der Stadt Brixen, spazierte die Gruppe entlang des Kastanienweges zum Haidnerhof an den Hängen von Brixen. Dort überraschten die Wirtsleute mit einem hervorragenden Törggelemenü, das von der Erasmus-Gemeinschaft mit Begeisterung genossen wurde.

Neben den lehrreichen Programmpunkten bildete ein weiterer Schwerpunkt der Projektwoche auch der interkulturelle Austausch und die Sprachbildung. So festigten die Schüler, aufgrund der unterschiedlichen Muttersprache der Teilnehmer, ihre Kenntnisse in Englisch. Zudem knüpften sie viele grenzüberschreitende Freundschaften, durch die sie den Wert der Europäischen Union begreifen konnten. Wie die Vergangenheit bereits gezeigt hat, sind daraus langjährige Verbindungen entstanden, die an Bedeutung für den Erfolg der europäischen Idee nicht zu unterschätzen sind.

Erasmus +: Mobilität der Fachoberschule für Landwirtschaft nach Österreich und Tschechien

AUER/LINZ/TABOR. Die erste Mobilität, die die Länder Österreich und Tschechien umfasste, fand vom 07. bis zum 15. Mai statt. Die OfL Auer nahm an der siebentägigen Reise mit 11 Schülern und zwei begleitenden Lehrpersonen teil. Die restliche Gruppe bestand aus Schülern und Lehrpersonen der Partnerschulen aus Deutschland, Tschechien, Österreich und Kroatien. Insgesamt bildete sich eine Gruppe mit über 70 Personen.

Das Thema des derzeitigen Projektes lautet: „So is(s)t Europa“. Dabei lernen die Schüler, neben der Kultur, auch die kulinarischen Spezialitäten und Essgewohnheiten der unterschiedlichen Länder in ganz Europa kennen und schätzen.

An den ersten drei Tagen der Mobilität wurden landwirtschaftliche Betriebe rund um Linz (Österreich) besichtigt. Dabei stand vor allem die biologische, nachhaltige und regionale Landwirtschaft im Vordergrund. Dies spiegelte sich auch in den regionalen Produkten wieder. Neben einer regionalen Kräuterfarm, wurden auch spezielle Produkte und deren Produktion, wie jene der mühlviertler Salami und des mühlviertler Feuerzeuges (Bio Chili-Sauce) besichtigt. Die selbstgemachten Produkte konnten später verkostet werden.

Die letzten vier Tage der Mobilität verbrachten sie in Tschechien. Das Hauptaugenmerk bildete dabei die Vielfalt der tschechischen Kultur und Landwirtschaft. Neben der Besichtigung der historisch relevanten Stadt „Tabor“ und den dazugehörigen Sehenswürdigkeiten wie dem Schokoladenmuseum und dem Hussiten-Denkmal, wurden auch landwirtschaftliche Betriebe besucht, die sich auf die Fischzucht oder die Kunst des Bierbrauens spezialisierten.

Besichtigt wurden auch die gastgebenden Schulen, HLBLA St. Florian und die Landwirtschaftsschule Tabor, wodurch wir einen Einblick in die Bildungsstruktur Österreichs und Tschechiens erhalten konnten.

Die Schüler nutzten diese wertvolle Erfahrung um neue Kontakte zu knüpfen und sich mit den Jugendlichen der anderen Länder auszutauschen.

Für nächstes Schuljahr stehen weitere Mobilitäten an. Unter anderem werden die ausländischen Schüler Anfang Oktober 2022 Südtirol besuchen und seine Vielfalt kennenlernen.

Schülergruppe der OfL beginnt mit der Vorbereitung

Eine große Bedeutung wird der Wahrnehmbarkeit des Erasmus+ Projekts an den teilnehmenden Schulen beigemessen. So haben auch unsere Schüler*innen damit begonnen, dieses im Schulgebäude der Fachoberschule für Landwirtschaft auf Plakaten zu präsentieren. Nach tiefgründiger Recherche haben sie mit viel Kreativität die ersten Meter des Erasmus+ „Walls“ gestaltet. Neben der allgemeinen Vorstellung des Projekts haben sie sich auch schon ausführlich über das Ziel der ersten einwöchigen Mobilität im Mai 2022 informiert: Österreich und Tschechien.

Hoher Besuch aus Brüssel referiert zur Agrarpolitik der EU

Anfang Dezember 2021 hat die Fachoberschule für Landwirtschaft den Südtiroler Abgeordneter des Europäischen Parlaments in Brüssel, Herbert Dorfmann, willkommen geheißen. Im Rahmen des Erasmus+ Projekts „So is(s)t Europa“ referierte er über die Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP). Neben der Erasmus+ Projektgruppe nahmen auch alle Schüler*innen der 5. Klassen an der Veranstaltung teil, in der sie über die Struktur der GAP und deren Bedeutung für die Südtiroler Landwirtschaft informiert wurden.

Fachoberschule für Landwirtschaft wieder bei Erasmus +

Projekt „So is(s)t Europa“ mit Koordinierungstreffen in St. Florian gestartet

Bereits zum dritten Mal ist die Fachoberschule für Landwirtschaft Teil eines europaweiten Schüleraustausch-Programms. Mit einjähriger Verzögerung aufgrund der Corona-Pandemie ist die neue Periode des ErasmusPlus-Projekts unter dem Titel „So is(s)t Europa“ nun endlich gestartet. Teilnehmen werden unsere Partnerschulen aus Österreich (St.Florian/Oberösterreich), Deutschland (Aurich/Ostfriesland), Kroatien (Porec/Istrien) und Tschechien (Tabor/Südböhmen).

Unter der Leitung der HLBLA St. Florian hat das bis November 2023 laufende Projekt mit einem dreitägigen Treffen der projektbeteiligten Lehrerinnen und Lehrer begonnen. Dabei wurden alle organisatorischen Rahmenbedingungen zum Erreichen der Projektziele und zur Vorbereitung der Schüler-Lehrer-Treffen in den verschiedenen Ländern festgelegt. Im Zuge dieser einwöchigen Reisen werden wieder viele Schülerinnen und Schüler Europas zusammentreffen und gemeinsam am Projektthema arbeiten. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln der EU.

Die beteiligten Jugendlichen sollen im Rahmen des Erasmus-Plus-Austausches die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung regionaler Lebensmittel in den jeweiligen Partnerländern kennenlernen. Außerdem erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche innovativen Möglichkeiten es im Lebensmittelbereich gibt, um Betriebe in ländlichen Regionen zu stärken.

Nicht zu kurz kommen soll natürlich auch der interkulturelle Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Nationen. So soll durch das Kennenlernen unterschiedlicher Traditionen auch das gegenseitige Verständnis und der Zusammenhalt von jungen Menschen in der EU wachsen.

An der Fachoberschule für Landwirtschaft dürfen sich alle Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen von den Fachrichtungen „Landwirtschaft und Umwelt“ sowie „Produktion und Verarbeitung“ für eine Teilnahme am Projekt bewerben. Je 10-12 Jugendliche werden dann für jede Reise ausgewählt. Begleitet werden sie von Lehrpersonen des Projektteams, das sich aus Prof. Claudia v. Lutterotti, Irene Rainer, Martin Nock, Verena Mayr, Winfried Pezzei, Maria Roner und Alex Niedermayr zusammensetzt.