Fachoberschule für Landwirtschaft Auer
Schlossweg 10, I-39040 Auer, Tel. 0471 81 05 38
E-Mail: os-ofl.auer@schule.suedtirol.it
PEC: ofl.auer@pec.prov.bz.it
Sieben Monate nach der Gründung zieht die Schülergenossenschaft OFL Fruit der Fachoberschule für Landwirtschaft in Auer eine sehr positive Zwischenbilanz. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1.800 Flaschen Bio-Apfelsaft wurden von den Schülerinnen und Schülern selbst produziert, abgefüllt und etikettiert. Der Saft ist nun im schuleigenen Hofladen erhältlich. Gleichzeitig konnten die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen im Bereich des Genossenschaftswesens sammeln.
Vor Kurzem blickten die 19 Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse im Rahmen eines Workshops im Raiffeisenhaus in Bozen gemeinsam auf die bisherige Arbeit ihrer Genossenschaft zurück. Karl Heinz Weger, Mitgliederbetreuer, und Sophie Raifer vom Fachbereich Soziales & Non Profit, haben das Projekt begleitet.
Von der Idee zum fertigen Produkt
Grundlage der Arbeit bildete ein von den Schülerinnen und Schülern selbst ausgearbeitetes Statut. Darin wurden die Tätigkeitsbereiche der Genossenschaft festgelegt: die Verarbeitung und Veredelung landwirtschaftlicher Produkte, deren Vermarktung, die Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten sowie Initiativen zur Förderung des Gemeinschaftssinns.
In den vergangenen Monaten setzten die Jugendlichen ihre Geschäftsidee konsequent um. Ziel war es, einen eigenen Bio-Apfelsaft aus Topaz-Äpfeln herzustellen. Dabei durchliefen sie den gesamten Produktionsprozess: von der Ernte und Reinigung der Äpfel über das Entsaften und Erhitzen bis hin zur Abfüllung, Etikettierung und Vermarktung. Insgesamt wurden 1.800 Flaschen produziert, die nun im Hofladen der Schule angeboten werden. Das Etikett wurde von den Schülerinnen und Schülern gestaltet und orientiert sich an den bereits bestehenden Weinetiketten der landwirtschaftlichen Oberschule.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Mit dem Verlauf des Projekts zeigten sich die Mitglieder der Schülergenossenschaft sehr zufrieden. Obmann Christoph Peterlin und Vizeobfrau Irene Trienbacher betonten vor allem den starken Zusammenhalt innerhalb der Gruppe. Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und eine klare Aufgabenverteilung seien entscheidend gewesen, um das Projekt erfolgreich umzusetzen.
Auch der Verwaltungsrat – Matthias Zuech, Manuel Bampi, Anna Oberhofer, Simon Schweiggl und Emma Stenico – sowie die weiteren Mitglieder der Genossenschaft bewerten die Erfahrungen positiv. Besonders die praktischen Tätigkeiten sowie die Beschäftigung mit Vermarktungsfragen seien sehr lehrreich gewesen. Gleichzeitig konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Problemlösungsfähigkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein stärken, etwa bei technischen Herausforderungen im Produktionsprozess.
Einblick in Marketing und Genossenschaftswesen
Neben der praktischen Arbeit erhielten die Jugendlichen auch Einblicke in Marketing und Vermarktungsstrategien. Cornelia Kupa vom Fachbereich Marketing erklärte, wie wichtig Sichtbarkeit und Positionierung eines Produkts für den wirtschaftlichen Erfolg sind.
Kontinuität und Ausblick
Die Schülergenossenschaft OFL Fruit Gen. soll auch in Zukunft weitergeführt werden. In Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen der Schule – unter der Leitung des betreuenden Fachlehrers Martin Nock – und mit Unterstützung des Raiffeisenverbandes Südtirol werden auch kommende Klassen das Projekt übernehmen und weiterentwickeln.
Die positiven Erfahrungen der OFL Fruit zeigen, welches Potenzial solche Initiativen für eine praxisnahe Ausbildung junger Menschen bieten.
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